Dieser Satz hat mich doch schon erstaunt im Wahljahr 2009. Gesagt oder besser geschrieben hat ihn der Herr Wiefelspütz, Mitglied des Bundestages und Fachsprecher für Innenpolitik.

Auf eine Frage zum Sinn und Unsinn des geplanten Verbotes von Paintball antwortete er auf abgeordnetenwatch.de u.a. wie folgt:

[...]

Sie können in der Sache natürlich gerne anderer Auffassung sein als ich.

Meine wichtigste Überzeugung ist freilich: Ich werde Ihnen niemals nach dem Munde reden, sondern treffe meine Entscheidungen nach sorgfältiger Überlegung selber, nach bestem Wissen und Gewissen. Allerdings nach meinem Wissen und Gewissen, nicht nach Ihrem. Sie können mich anschließend gerne wählen oder es lassen.

Die Frage (bitte lesen) war in meinen Augen durchaus gerechtfertigt, die Antwort finde ich erschreckend. Das er ausschließlich nach seinem Wissen seine Entscheidungen trifft und sich Meinungen von Bürgern verschließt ist für mich (wenn es auch nicht unerwartet ist) nicht zu ertragen. Schließlich sind dies unsere gewählten Volksvertreter, die nicht ihre sondern die Meinung und den Willen des Volkes vertreten sollen.

Zu Ihrem letzten Satz in der Antwort: Bei solchen Äußerungen bevorzuge ich (und hoffentlich viele andere auch) es, Sie nicht zu wählen Herr Wiefelspütz!!!

Update:

Es gibt noch weitere sehr interessante Antworten auf abgeordentenwatch.de: Nr1 und Nr2